Theorie der Progressionsdynamik

Vom Bestreben aller Phänomene zum progressiven Ausgleich zwischen ihren zur Existenz benötigten Extremen.

Der progressive Ausgleich: Die Beziehung zwischen Extremen erfordert immer die Existenz einer Mitte, welche die Eigenschaften beider Extreme vereint, ohne sie zu verneinen.

Hauptsätze

  1. Es ist nicht möglich, ein System vom Einfluss anderer Systeme zu isolieren.
  2. Es gibt keine Zustandsänderung, welche durch die einseitige Übertragung von Eigenschaften von einem System auf ein anderes System verursacht wird.
  3. Die Änderung des Zustands eines Systems erfordert eine Änderung des Zustands aller korrespondierender Systeme.
  4. Das System A steht mit dem System B in progressivem Ausgleich. Das System B steht auch mit System C im progressiven Ausgleich. Daraus folgt, dass auch die beiden Systeme A und C miteinander im progressiven Ausgleich stehen müssen.

Erläuterungen

1. Es ist nicht möglich, ein System vom Einfluss anderer Systeme zu isolieren.

Die heute klassische Physik geht von drei Arten von physikalischen Systemen aus:

Offen: Ein offenes System kann sowohl Energie als auch Materie mit anderen System austauschen.

Geschlossen: Ein geschlossenes System kann Energie, aber keine Materie mit anderen System austauschen.

Isoliert: Ein isoliertes System kann weder Energie noch Materie mit anderen System austauschen.

Legen wir diesen Definitionen die Erkenntnis der Äquivalenz von Energie und Materie (Einstein) zugrunde, muss davon ausgegangen werden, dass es dabei um verschiedene Ansichten eines Phänomens handelt, welche sich gegenseitig ausschließen und somit im Ganzen wissenschaftlich unhaltbar sind.

Betrachten wir dazu die einzelnen System in ihren Eigenschaften:

  1. Das offene System kann Energie mit anderen System austauschen.
  2. Das geschlossene System soll zwar Energie, jedoch keine Materie mit anderen System austauschen können. Die Äquivalenz von Energie und Materie führt uns also zum unauflösbaren Widerspruch, dass ein solches System Energie gleichzeitig austauschen und nicht austauschen können soll. Eine Auflösung des Paradoxons bestünde entweder im Gegenbeweis der fehlenden Äquivalenz von Energie und Materie, was angesichts der vielfältigen Beweise für eine Energie-Masse-Äquivalenz schwer sein dürfte, oder in der Verwerfung der Aussage aufgrund ihres Mangels an Widerspruchsfreiheit.
  3. Theoretisch kann ein isoliertes System postuliert werden; seine singuläre Existenz ist jedoch praktisch nicht nachweisbar, da es keine mit anderen Systemen vergleichende Betrachtung zulässt, aufgrund derer ihm zuverlässig bestimmbare Merkmale und oder deren Mangel zuzuordnen wären. Die Tatsache der Unmöglichkeit einer Beweisführung für seine Existenz führt also zur Tatsache, dass seine Nichtexistenz ebenfalls nicht nachweisbar ist. Damit verbleibt diese Definition ebenso im Bereich der Spekulationen wie das Postulat der Existenz Gottes.

Im Ergebnis führen die Ausschlüsse der Definitionen von geschlossenen und isolierten Systemen zum Zwang zur Annahme von ausschließlich offenen Systemen. Ihre Offenheit führt somit zur Annahme der Möglichkeit eines Energieaustausches zwischen Systemen, unabhängig von der Art der Häufigkeit oder der Ursache dieses Austausches von Energie.

Im Umkehrschluss ist demnach die Isolation eines Systems von Einflüssen anderer Systeme nicht möglich. Damit ist die Offenheit des Zustandes von Systemen als Ursache der Wirkung der Möglichkeit des Energieaustausches zwischen verschiedenen System konstant und irreversibel.

2. Es gibt keine Zustandsänderung, welche durch die einseitige Übertragung von Eigenschaften von einem System auf ein anderes System verursacht wird.

Sind Systeme nach dem Ersten Hauptsatz immer offen, bilden durch Energieübertragung miteinander korrespondierende Systeme immer auch ein den einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen übergeordnetes System, welches die Eigenschaften aller einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme vereint und so die Gesamtheit der Eigenschaften der einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme übersteigt. Dieses allen einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen übergeordnete System beeinflusst wiederum alle in ihm durch Energieübertragung vereinten Systeme, weil es ihnen seine besonderen Eigenschaften verleiht, welche durch die Eigenschaften der einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme gebildet werden.

Es entsteht demnach sowohl ein Energiefluss zwischen den einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen als auch zwischen dem durch diese gebildeten Über-System und den dieses Über-System bildenden einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen.

Daraus schlussfolgert, dass die Änderung des Zustandes eines mit einem anderen System durch Energieübertragung korrespondierenden Systems immer auch eine Änderung sowohl des Korrespondenzsystems als auch des so gebildeten Über-Systems nach sich zieht.

Alle durch Energieübertragung in Verbindung stehenden und entstehenden Systeme stehen demnach gegenseitig in kausaler Wechselwirkung.

3. Die Änderung des Zustands eines Systems erfordert eine Änderung des Zustands aller korrespondierender Systeme.

Gibt es nach dem Zweiten Hauptsatz keine Zustandsänderung, welche durch die einseitige Übertragung von Eigenschaften von einem System auf ein anderes System verursacht wird, so muss jede Änderung der Wechselwirkung zwischen den einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen eine Änderung des Zustands des Über-Systems nach sich ziehen, welches wiederum den Zustand aller einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen ändert.

4. Das System A steht mit dem System B in progressivem Ausgleich. Das System B steht auch mit System C im progressiven Ausgleich. Daraus folgt, dass auch die beiden Systeme A und C miteinander im progressiven Ausgleich stehen müssen.

Jede Wechselwirkung zwischen einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen durchquert immer einen Punkt, in dem sich die Eigenschaften aller einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme überschneiden und vereinen und auf diese Weise gegenseitig in ihrer Entwicklung beeinflussen. Aufgrund dieser Funktion kann dieser Schnittpunkt auch als »Punkt der höchsten Progressionsdichte« bezeichnet werden. Die Qualität dieser Vereinigung aller Eigenschaften aller einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme wirkt auf alle einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme und gleicht deren Entwicklung miteinander aus.

Die Eigenschaften des Über-Systems werden demnach gebildet durch den progressiven Ausgleich zwischen allen einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen, indem es alle Eigenschaften aller einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme in sich vereint und auf deren Grundlage eigene Eigenschaften entwickelt, deren Merkmale nicht mit den Merkmalen der Eigenschaften der einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme übereinstimmen müssen, aber auf diese rückwirken.

Schlussfolgerung

Im Ergebnis der Aussagen der o.a. Hauptsätze streben alle einzelnen miteinander durch Energieaustausch korrespondierenden Systeme einen Zustand des progressiven Gleichgewichts oder der progressiven Mitte an. Die Qualität dieses progressiven Gleichgewichts bildet die Grundlage der Eigenschaften des durch die einzelnen miteinander durch Energieaustausch korrespondierenden Systeme erschaffenen Über-Systems und lässt dessen Eigenschaften wiederum auf die einzelnen miteinander durch Energieaustausch korrespondierenden Systeme rückwirken.

Konsequenzanalyse

Die Aussagen der o.a. Hauptsätze zugrunde gelegt, kann der klassische Begriff der Entropie ausschließlich auf offene Systeme angewendet werden, woraus folgt, dass ein thermodynamisches Gleichgewicht nur insoweit annähernd erreicht werden kann, als dass der Zustand des progressiven Gleichgewichts zwischen allen einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen erreicht ist.

Da jedoch gemäß dem Ersten Hauptsatz auch das durch die einzelnen miteinander korrespondierenden Systeme gebildete Über-System wiederum selbst mit anderen Über-Systemen aufgrund ihrer aller Offenheit in Wechselwirkung stehen muss, gilt der Zustand des progressiven Gleichgewichts ausschließlich für das einzelne Über-System.

Daraus schlussfolgert, dass auch der Zustand des progressiven Gleichgewichts kein absoluter Endzustand sein kann, sondern lediglich ein Näherungswert zur Erkenntnis des progressiven Ausgleichs zwischen einzelnen miteinander korrespondierenden Systemen.

Danach ist im absoluten Sinne kein thermodynamisches Gleichgewicht möglich.

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